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Case Study zum Dietrich's Modul Verladeplanung

Ermöglicht unseren Anwendern ihre konstruierten Bauwerke auch logistisch zu planen.

Mit der Version V21 hat Dietrich's ein neues Modul auf den Markt gebracht, mit dem es dem Holzbauunternehmen ermöglicht wird, das konstruierte Bauwerk auch logistisch zu planen. Natürlich kann man die berechtige Frage stellen, wozu man so ein Modul benötigt. Wo doch viele Unternehmen einen Verlademeister beschäftigen.

Nun, einer der Gründe ist, dass nicht jedes Holzbauunternehmen einen eigenen LKW-Fuhrpark und damit auch keinen Verlademeister vorhält. Mit der Verladeplanung kann daher bereits im Vorfeld direkt in der Arbeitsvorbereitung der Umfang der Fremdleistung durch ein Fuhrunternehmen genau bestimmt und optimiert werden. Das wiederum ermöglicht eine genaue Kalkulation und Planung.

Ein weiterer Vorteil des neuen Moduls liegt darin, verschiedene Bauwerke gleichzeitig in die Verladeplanung einzubeziehen. Auf diese Weise erhöht sich der Nutzungsgrad der einzelnen Fahrzeuge und verringert sich gleichzeitig die Umweltbelastung. Das gesamte Vorgehen ist unabhängig davon, ob man einzelne Bauteile wie Stäbe oder Platten, Elemente aus Wand, Dach und Decke oder Baugruppen verladen muss.

Da die Verladeplanung ein separates Modul ist, verbleibt selbstverständlich die Möglichkeit, dass der Verlademeister die Planung auch weiterhin übernimmt, ohne dass er dabei in die Konstruktion eingreifen kann. 

Um die Verladung zu beginnen, muss man zuerst ein Fahrzeug (Zugmaschine) und im Anschluss ein Ladehilfsmittel (Nachläufer) wählen, da durch diese Wahl u.a. das max. Gesamtgewicht bestimmt wird. In der DICAM Volumen Bibliothek sind bereits viele Baugruppenvarianten zur Auswahl hinterlegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass sich der Aufwand lohnt, den zur Verfügung stehenden Fuhrpark einmal selbst zu konstruieren und zu archivieren. So erhalten Sie das optimale Ladehilfsmittel.

Die gängigen Bordmittel der Dietrich’s Bauwerk Software, wie Arbeitsebenen, DXF-Import, Extrusion, Konstantquerschnitt und vieles mehr stehen selbstverständlich in der Verladeplanung ebenfalls zur Verfügung. Somit ist der Arbeitsaufwand für eine eigene Bibliothek wirklich überschaubar. Die Einstellungen für Ansichten und Planausgaben sind sehr gut ausgearbeitet, so dass diese benutzerfreundlich und schnell übernommen werden können.

Um die Bauteile, die Elemente sowie die Baugruppen komfortabel und übersichtlich zu verladen, besteht nun die Möglichkeit den Bildschirm entweder vertikal oder die Anzeige auf zwei Bildschirme aufzuteilen. Beide Grafikfenster sind einzeln steuerbar. Diese Neuerung bringt eine bessere Übersicht und mehr Flexibilität. Man darf gespannt sein, ob dieses Feature nicht womöglich schon mit der V22 in den Bereich der Bauwerkskonstruktion übernommen wird. 

Nach diesen einmaligen Vorarbeiten können Sie beginnen, direkt aus dem fertigen Bauwerk heraus digital zu verladen. Klickt man ein zu verladenes Objekt an, hängt dieses an dem Cursor/Steuerkreuz im Fensterbereich des Ladehilfsmittels.

Die Ebene, in der man das Verladeobjekt bewegt, ist die bislang gewohnte Arbeitsebene. Hier kann man nun über die bekannten Tastenkombinationen drehen und spiegeln, was das Stapeln und Ineinanderschieben von Drei- und Vielecken ermöglicht. Ist ein Verladeobjekt auf der Verladefläche abgelegt, ändert diese die Textur im Nachbarfenster, was die weitere Verladeplanung erleichtert.

Der Konstrukteur bzw. Arbeitsvorbereiter kann nun per Mausklick beliebig viele Arbeitsebenen erzeugen und zum Schluss alle Ebenen zusammenschieben. Die Eingabe von Ladehilfsmitteln, wie beispielsweise „Zwischenleger“, ist auch möglich. Durch ein mögliches Auseinanderziehen der Arbeitsebenen ergibt sich eine gute Übersicht beim fortschreitenden Beladen. Ergänzend zur Planausgabe kann man somit auch eine Explosionszeichnung erzeugen.

Bei der Planausgabe wird zwischen einem Plan der einzelnen Arbeitsebenen oder einem Übersichtsplan mit vordefinierten Ansichten wie z.B. bei den Baugruppenplänen unterschieden. Bei der Variablenvielfalt für automatische Texte besteht eine große Vorauswahl, was zu einer übersichtlichen Darstellung im Plan mit allen notwendigen Informationen führt, ohne dass selbst diverse Voreinstellungen getroffen werden müssen.

Obwohl ein enormer Komfort bei der Verladeplanung gegeben ist, ist es weiterhin notwendig, im Vorfeld die Reihenfolge der benötigten Objekte und den Ablauf am Zielort festzulegen. Ob dieses Vorgehen über Nummern oder MOS Pakete gesteuert wird, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Hier zeigt sich, wie die Verladeplanung von Dietrich’s zum sinnvollen Werkzeug für den Anwender wird, aber dessen Praxiswissen nicht ersetzt, sondern vielmehr optimal ergänzt. 

Übrigens: nachträgliche Änderungen der geplanten und virtuell verladenen Bauwerke werden in der Bauwerksverwaltung rot angezeigt und in der jeweiligen Ladeebene zu einer Überprüfung markiert. Somit wurde direkt einen Schritt weitergedacht und ein weiterer praxisorientierter Mechanismus eingearbeitet, welcher jedem Arbeitsvorbereiter in seiner täglichen Arbeit unterstützt.
 

Moderner Holzbau lebt von der 3D-Planung sowie der Vorfertigung mit aussagekräftigen Zeichnungen und Konstruktionen. Durch diese starke Kombination etabliert sich der Holzbau immer stärker. Und bei der Verladeplanung zeigt sich: sämtliche Daten des Bauwerks, wie die der Kubatur und sämtliche Daten der Ladehilfsmittel liegen in digitaler Form vor. So intelligent verknüpft wie es hier geschieht, wird die Verladeplanung zu einem weiteren Bestandteil des BIM-Prozesses. 

Torge Weiß, Holzbau Gehrmann GmbH
(www.holzbaugehrmann.de)

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