Holzbau ist unser Programm

Support-Blog und Wissensdatenbank

Der Dietrich's Support-Blog ist eine Sammelstelle für Tipps & Tricks rund um die Funktionen unserer Holzbaukonstruktions-Software und der DC-Statik. Er bietet unseren Kunden Wissen aus erster Hand direkt aus dem Dietrich's-Support. 

Die Wissensdatenbank wird ständig von unserem Team um häufig auftretende Themen und Fragen erweitert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die neuesten Beiträge:

Support-Blog & Wissensdatenbank

Ansichten und Schnitte ab der V.23

Das bestehende System der Ansichten und Schnitte aus dem Dach bzw. Dachtragwerk wird mit der Version 23.01 vollständig abgelöst und durch den neuen Modellbereich ‚Ansichten, Schnitte‘ ersetzt.

Damit steht ab sofort ein eigener und für den Einsatzzweck optimierter Modellbereich zur Verfügung.

In diesem Blogbeitrag wird dieser Modelbereich mit seinen vielen Vorteilen genauer vorgestellt.

– Der neue Modellbereich mit Gebäudenavigation und Darstellungsschaltung –

Der Modellbereich ‚Ansichten, Schnitte‘ kann nur in Verbindung mit der Gebäudenavigation verwendet werden.

Diese wird in DICAM über die Funktion [1-7-2 Bildschirmelemente] aktiviert.

Einige Vorteile durch diese Erweiterung werden schon auf den ersten Blick deutlich. Du kannst Dir in diesem Menü deinen Modellbereich selbst verwalten und an deine Anforderung anpassen.

Ansichten / Schnitte werden für die Planablage, inklusive aller Zeichnungselemente und Texte, im
Bauwerk finalisiert. Ein Wechsel zwischen Bauwerk und Plänen ist damit nicht mehr nötig. Die
Ablage entspricht der im Bauwerk definierten Situation.

Der Schnitt / die Ansicht kann hier bereits Ausgabe fertig (Druck mit Planvorlage, im PDF-Format) vorbereitet werden, oder nach Ablage in das Plan Programm weiterbearbeitet werden.

Tipp:!! Wie für jeden anderen Modellbereich können jetzt Icon leisten, Shortcuts, Darstellungen und weitere Einstellungen individuell angepasst bzw. getroffen werden.

Schauen wir uns an wie ein neuer Schnitt angelegt und bearbeitet wird.

– Kontextmenü der Gebäudenavigation-

Durch einen Rechtsklick auf den Knoten ‚Ansichten, Schnitte‘ oder auf eine bestehende Ansicht / einen bestehenden Schnitt, öffnet sich das Kontextmenü der Gebäudenavigation.

Es können beliebig viele Ansichten und Schnitte angelegt werden. Jede Ansicht / jeder Schnitt verfügt dabei über individuelle Einstellungen und speichert diese.

Bei Aufruf einer Ansicht / eines Schnitts wird die exakt gleiche Situation wieder aufgerufen, wie sie
beim Verlassen der Ansicht / des Schnitts vorhanden war.

Eine weitere interessante Programm Erweiterung ist die Funktion Bemaßung und Beschriftung.

Diese rufen wir unter [1-7-3 Bemaßung und Beschriftung] auf.

Für Ansichten / Schnitte steht somit ab sofort eine automatische Bemaßung und Beschriftung zur Verfügung. Diese kann direkt in der jeweiligen Ansicht / Schnitt eingestellt und geprüft werden.

Die im Bauwerk getroffenen Einstellungen werden direkt vom Bildschirm für die Planablage übernommen. In der Ausgabe des neuen ‚Ansichts-, Schnittplan‘ (Menü ‚1-01-5 Ansicht Schnittplan‘) sind diesbezüglich keine Einstellungen mehr zu treffen.

Basis dieser Bemaßung und Beschriftung sind die automatischen Bemaßungen und Beschriftungen der Schnittzeichnung und des Profilplans. Diese wurden zusammengeführt, überarbeitet und in Form eines neuen Paletten Dialogs für Ansichten / Schnitte umgesetzt.

Ergänzend zu diesen Möglichkeiten möchte ich noch die Schnitt Erstellung über DICAM in der freien Konstruktion vorstellen. Hier können wir im Menüpunkt 9. Ansicht / Schnitt ebenfalls Schnitte generieren.

– Schnitte erstellen in der freien Konstruktion –

Über die Eigenschaft 02 Allgemein kann ein Schnitt über eine fei definierbare Ebene erzeugt werden. Geneigte Flächen oder Bauteile können hier zum Beispiel in Ihrer wahren Länge geschnitten und dargestellt werden.

Tipp:!! Für unterschiedliche Anforderungen von Planung bis zu Konstruktion können Ansichten / Schnitte vorbereitet und mit der Bauwerksvorlage (zum Beispiel für wiederkehrende Eingabepläne) abgespeichert werden. Hier kann sehr viel zeit durch entsprechende Voreinstellungen erfolgen.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Lesern und wünsche Viel Spaß beim Zeichnen mit Dietrich´s.  

Bohrungen anzeigen lassen

In einem Holzbauprojekt werden unter Umständen sehr viele Bohrungen inklusive Verbindungsmittel eingegeben. Wenn man alle diese Bohrungen als Loch in den Bauteilen darstellt, entstehen viele Bauteilflächen, die Platz im Arbeitsspeicher benötigen und das System bei zu geringer Rechner Leistung unnötig belasten.

Auch aus Gründen der Übersichtlichkeit kann eine Darstellung der Bohrungen aktiviert und wieder deaktiviert werden, und deshalb interessant für den Anwender sein.

Werfen wir deshalb einen Blick auf diese Einstellungen und was wir damit steuern können.

Mit der Funktion ‚Bohrungen visualisieren‘  kann man einen Durchmesser eingeben, ab dem die Bohrungen als Loch dargestellt (visualisiert) werden sollen.

Die Funktion findest Du im Modellbereich Freie Konstruktion und kannst Sie unter                        

 [ 3-1-02 Bohrungen visualisieren ] aufrufen.

Alle Bohrungen, deren Durchmesser kleiner als der eingegebene Wert ist, werden nicht als Loch dargestellt.

Diese Bohrungen werden nur als Bearbeitungslinie (gestrichelte Linie mit Anfangs- und Endpunkt) dargestellt.-
Alle Bohrungen mit einem Durchmesser der größer oder gleich dem eingegebenen Wert ist, werden als Loch dargestellt.

Wer auch die gestrichelte Linie nicht sehen möchte, kann in der Darstellung den entsprechenden Haken bei Bohrungen entfernen.

Jetzt haben wir alle Graphischen Einstellungen kennengelernt, und Du kannst je nach Situation eine optimale Anwendung für Dich finden.

Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Konstruieren mit Dietrich`s CAD

Steigende Fußpfette und waagerechter First

Gelegentlich ergeben sich durch nicht rechtwinkelige Grundstückslinien, auch nicht parallel zueinanderstehende Hauskonturen bei z. B. Grenz-Garagen. Die Dachausmittlung würde bei einem Pultdach jetzt eine waagrechte Traufe erzeugen und drei schräge Ortgänge. Das Ergebnis ist ein steigender First und eine optisch verzogene Dachfläche.

Ein kleiner Trick in der Dach Ausmittlung ändert das Ergebnis zu einem optisch wie konstruktiv besseren Ergebnis.

Folgende Grundriss Situation ist unsere Basis.

Die Eingabe der Dachneigung an der Traufseite 4 erzeugt einen rechtwinkelig dazu stehenden Dachstuhl. Wir haben aktuell 4 Hausseiten.

Die Sparren verlaufen im 90 Grad Winkel zur Trauf Seite 4.

Ein einfacher Trick mit einer zusätzlichen Hausseite 5 ändert das Ergebnis komplett.

Wir zeichnen die zusätzliche Hausseite 5 parallel zur Haus Seite 2 , dem First. Die Hausseite 5 muss dafür nur etwa 2 cm lang sein. Die Hausseite 4 beziehen wir jetzt auf die Hausseite 5.

Das Ergebnis ist eine steigende Traufe mit waagrechtem First. Die Sparren verlaufen nun im 90 Grad Winkel zur Hauptdachtraufe 5.

Das Ergebnis ist eine steigende Traufe mit waagrechtem First. Die Sparren verlaufen nun im 90° Winkel zur Hauptdachtraufe 5.

Tipp! Die First- und Fusspfette wird mit einer steigenden Pfette eingegeben.

Eine weitere Möglichkeit diese Dachfläche unkompliziert zu erstellen wäre der Weg über die direkte freie Dachfläche.

Viel Spaß und gutes Gelingen mit Dietrich`s Dachausmittlungen.

Eigene Planvorlagen erstellen

Pläne geben uns die Möglichkeit unsere Konstruktion mit dem Umfeld zu teilen.

Die Planvorlage soll deshalb auch einen gewissen Wiedererkennungswert darstellen. Mit ein paar simplen Klicks kann jeder seinem Plan eine individuelle Optik geben.

Wie das genau geht, wird hier gezeigt.

Wir öffnen das Planprogramm und erstellen uns unter [1-1. Neuen Plan anlegen] eine leere Vorlage.

In unserem Beispiel möchte ich einen DIN A0 Plan anlegen und wähle entsprechend eine Blanko Vorlage ohne Legende aus.

Der zweite Schritt befasst sich jetzt schon mit der Optik bzw. den Inhalten des Planes. Hier möchten wir unser Firmenlogo präsentieren. Wiederum über [1-04 -Import] haben wir jetzt die Möglichkeit verschiedene Grafik Formate wie z.B. PNG zu importieren.   

Tipp! Über einen Bildschirmausschnitt (Screenshot) mit einem Beliebigen Bildbearbeitungsprogramm kann hier das Firmenlogo einfach „abfotografiert“ werden und kurzerhand in einem Windows Ordner als zB. png Datei abgelegt werden

Die Legende kann Informationen wie Datum, Bauvorhaben, Maßstab, etc., weitergeben und soll im unteren Planvorlagen Bereich eingefügt werden. Auch hier können wir auf beliebige Vorlagen im Programm zurückgreifen.

Diese rufen wir unter [1- 5 -2 Ansichtsfenster] auf.

Diese Legende lässt sich anschließend beliebig bearbeiten und positionieren.

Tipp! Wer seine eigene Legende „bauen“ möchte, kann diese als Beispiel mit Systemvariablen in die Bibliothek abspeichern und ebenfalls als Vorlage speichern.

Wir legen uns unter [7. Fenster /Ansichtsfenster NEU] ein Ansichtsfenster mit freier Einteilung an. Jetzt kann dieses Fenster mit Texten, Linien und wie eben erwähnt mit Systemvariablen (Datum, etc.) befüllt werden. 

Über den bekannten Weg [ 1-5-2 Ansichtsfenster] können wir die selbst erstellte Legenden nun als Vorlage abspeichern oder gleich in der Planvorlage A0 als jetzt vollständigen neuen Plan abspeichern. Der Maßstab des großen Ansichtsfenster muss hierbei 0 sein.

Viel Spaß und Erfolg beim Erstellen der eigenen Planvorlage mit Dietrich´s.

Dachgauben Eingabe einfach gemacht

Dieser Blogbeitrag soll die verschiedenen Varianten einer Dachgauben Eingabe vorstellen.

Welche Eingabe Variante gewählt wird, hängt von mehreren Faktoren und Situationen ab. Die Variante kann je nach Vorgabe und Anspruch angepasst und eingegeben werden.

In der oben gezeigten Perspektive sind drei, zumindest der Optik nach, gleiche Dachgauben zu sehen die aber unterschiedlich eingegeben werden können.

Die Konstruktionsmöglichkeiten ergeben sich wie unten in dem Beispielbild beschrieben, aus der Eingabe über die Dachausmittlung mit der Funktion Gaube. Eine weitere und durchaus interessante Lösung, stellt die Ermittlung über eine zusätzliche Hauskontur mit entsprechender Dachflächenausführung dar.

Eine eher unbekannte Variante ist, die Gaube über Wände und eine Grenzdecke zu erstellen. Im eigentlichen Sinn stimmt die Bezeichnung Flachdachgaube oder Schleppgaube nicht mehr, wegen der zu geringen Dachneigung. Diese nicht alltägliche Alternative soll dem Anwender nur eine weitere Möglichkeit geben, um flexibel auf Anforderungen des Bauvorhabens eingehen zu können.

Die Eingabe der 1.Variante

kann mit einer Auswahl von verschiedenen Gauben Typen die bereits im System hinterlegt sind beginnen. Die Funktion wird aufgerufen über den Befehl 2-4 Gaubenwahl- Neue Gaube. Hier lässt sich mit der Wahl „keine Vorlage verwenden“ eine neue „Individuelle Vorlage“ für das Bauvorhaben auswählen und bearbeiten

Tipp !!: Die Funktion -Vorlage Speichern- erlaubt es, eine Gaube inklusive der Wände und des Gauben Tragwerks als Vorlage (Stammdaten) ab zu speichern und wie oben erwähnt auch wieder als Vorlage aufzurufen. Der Zeitaufwand für Detail Eingaben kann hier durch die abgespeicherte Vorlage erheblich reduziert werden.

Die Gaube kann bei dieser Lösung komfortabel vorbereitet, und in wenigen Schritten in die bestehende Dachausmittlung eingefügt werden. Auch die Wandeingabe, mit der entsprechend gewünschten Ausführung, kann hier eingegeben werden.

Die 2.Gauben Variante

ergibt sich ganz klassisch mit einer zusätzlichen Hauskontur. Die Vorteile dieser Eingabeart liegen in der Anpassungsmöglichkeit gerade bei komplexeren Dachausmittlungen und Verschneidungen bzw. Bearbeitungen am Tragwerk.

Die Möglichkeiten im Dachtragwerk und in der Freien Konstruktion (DICAM) erlauben eine Vielzahl an Konstruktionsmöglichkeiten an der Gaube bzw. dem Dachtragwerk. Der Vorteil in Kombination mit DICAM ergibt sich durch die flexibleren Funktionen.

Bei der 3. Variante,

Gaube mit Hilfe einer Grenzdecke, geben wir die Wände über den Grundriss in das DG ein.

Ein Beispiel für eine 0 Grad Variante könnte eine gewünschte Flachdachausführung sein, bzw. eine Anpassung an zb. eine Betondecke mit Gefälledämmung sein.

In dem nachfolgenden Bild soll das Grundprinzip visuell deutlich werden. Die Oberkante der Gauben Wand orientiert sich an der Unterkante der Grenzdecke. Die Unterkante der Wand an der Oberseite der Lage -2 der HD Fläche. Die Oberkante der Außenwand orientiert sich auch an der Unterkante der Grenzdecke. Da diese als Außenwand eingegeben ist, orientiert sich die Unterkante der Wand an der Unterkante des Stockwerkes, nicht an der Lage -2 der Dachfläche.

Zu berücksichtigen ist bei dieser Lösung, dass der Grundriss des Deckenfeldes ausschließlich mit der Neigung 0 Grad im Grundriss eingegeben werden kann und sich somit ein waagrechter Anschluss der oberen Wände ergibt. Die unterste Grenze der Neigungseingabe über die Dachausmittlung liegt hingegen bei 0,5 Grad.

Wichtig!!! Die Einstellung Wand typ: Gaubenwand hat entscheidend Einfluss auf die Verschneidung und die Höhen Bezüge mit der HD-Fläche bzw. Decke.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag, über die verschiedenen Eingabemöglichkeiten einer Gaube, dem Anwender und interessierten Leser einen Überblick verschafft habe.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Freude beim Konstruieren mit Dietrich`s.

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